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 [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Mi 22 März 2017, 18:27

Das Schnaufen war keines das dem Schmerz ihres Leibes geschuldet war und ebenso der stolz abgewandte Blick ließ darauf schließen, dass in der Frau etwas anderes vorgehen musste.
Was auch immer es war, er ließ sich nicht anmerken dass er es sehr wohl whrnahm, sondern kontrollierte sein winziges, sehr scharfes Messer und wischte es mit einem Alkohol getränkten Tuch ab, um es exakt neben die Nadel zu legen, die er bereits mit einem seinem typischen Rosshaar versehen hatte.

Besonnen wartete er ab und nickte auf ihre Erlaubnis hin, sich die Wunden ansehen zu können. Gut 50 Atemzüge später löste er erst den Verband, sorgsam und ohne Gebühr Schmerzen zuverursachen, oder unnötige Zeit verstreichen zu lassen.

Eigentlich hätte er aufbrummen müssen, ob der versorgten Wunden die er erblicken musste aber er unterließ es.
Thorwa hatte ganze Arbeit geleistet und Skaraba fachfraulich versorgt. Es war wirklich keine Kleinigkeit und ganz sicher hatte die Rothwardonin Schmerzen auszuhalten, die durch Thorwas und Lorns Kräuter hoffentlich im erträglichen Rahmen waren.
Er besah sich die Spuren der Trollklauen, um sich ein genaues Bild über jene und deren Versorgung zu machen, bevor er sie behandeln wollte.

Lorn hörte nichts von dem Gespräch der anderen beiden Weiber, sie waren wohl leise genug für den Nord und so konzentrierte er sich vollends auf die Versorgung der Dunkelhäutigen.
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Janda

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Mi 22 März 2017, 22:29

Besänftigend leise sprach Thorwas Stimme auf die Berserkerin ein, welche die Heilerin nur verbittert anstarren konnte.

Janda erkannte die gutmütige Sorge in Thorwas Augen, spürte die sanfte mütterliche Berührung auf ihrer gesunden Wange...und es machte sie wahnsinnig.
Wie konnte Thorwa schon wissen, zu was Janda wirklich fähig wäre. Wollte eigentlich die ganze Welt sie unterschätzen? Als ob diese kleine Wunde Janda von ihrem Wort oder Weg abbringen könnte. Müssen die Leute eigentlich alles besser wissen und ihr vorschreiben was sie konnte oder nicht konnte? Die Nordfrau war es leid, dass sie ständig man glaubte sie ständig bemuttern zu müssen.
Ihre Nasenflügel waren am beben, als sie zornesbrodelnd ein und aus schnaufte.
Das Blut pochte nur so in ihrem Kopf, in ihrem Ohren, darum hörte sie die letzten Worte Thorwas nicht mehr wirklich.
Sie fletschte die Zähne und bäumte sie etwas auf, was ihr immense Schmerzen verursachen musste, aber in ihren Augen war nur noch lodernder Zorn, statt Qual zu sehen.
"Bring...mir...Bhrea!" sagte sie langsam und leise, aber mit einer ziemlichen Dringlichkeit, den Mund bewegte sie dabei so überdeutlich, dass die Wunde an ihrer Wange immens strapaziert werden musste.

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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Do 23 März 2017, 13:43

[center]- Skaraba -[/center]

Die Rothwardonin harrte beinahe reglos vor dem Heiler aus, ohne noch weiter zurück zu weichen. Alles in ihr versuchte die Instinkte zu unterdrücken, einfach wegrennen zu wollen. Nicht, dass sie mit den Wunden weit gekommen wäre, aber etwas in ihr … wollte fliehen. Lorn mochte den Starrsinn seines Volkes gewohnt sein; die regelrecht unwirkliche Ruhe der fremdartigen Schwertkämpferin aber war anders.
Kein Laut des Schmerzes. Nicht einmal mehr ein Zucken der Züge.
Die Kräuter mochten sie beruhigen, doch das konnte unmöglich ausreichen. Die Anspannung wurde regelrecht zu einem Zustand der Reglosigkeit, in der sie allerdings nicht teilnahmslos wirkte. Im Gegenteil. Die bronzenen Augen des Weibes, das dereinst in Alik'r geboren worden sein musste, loderten hellwach.
Entweder offenbarte sie gerade soldatische Disziplin oder aber ihr waren Schmerzen und das Gefühl des Gefangenseins nicht fremd.

Die Wunde indessen war in der Tat gut versorgt worden – oder zumindest so ausreichend gut, wie die Eile und die Umstände es zugelassen hatten. Trotzdem deuteten sich hier und da Entzündungen an, was kaum verwunderlich erschien bei all dem Dreck, der unter den Trollklauen gewesen sein musste.
Ob sich noch winzige Splitter jenseits der Oberfläche verbargen, war nicht abzusehen.
Was Lorn allerdings sehr wohl auf den ersten Blick erkennen konnte, war, dass er den vernarbten und gebrandmarkten Leib einer Geschundenen vor sich hatte, in deren Schultern das Mal jener Orkpranke eingebrannt war, das auch die Orkrotte als Banner mit sich getragen hatte. Die Brandzeichen mussten dereinst gut versorgt worden sein, die älteren Wunden allerdings nicht.

„Werde ich meine Hand wieder benutzen können?“, fragte das dunkelhäutige Weib dann unvermittelt und sah aus ihren Schleiern und ihren mit Kohle umrandeten Augen zu Lorn auf.



[center]- Thorwa -[/center]

[i]Was mochte in dem Nordweib brodeln, dass sie mit solchem Zorn reagierte?[/i]
Thorwa engte ihre Augen.
[i]Wenn sich alter Schmerz mit Erschöpfung und Starrsinn … und körperlicher Pein vermengten...[/i]
Und dann reagierte sie mit einer Resolutheit, die man der warmherzigen Heilerin vielleicht gar nicht einmal zugetraut hätte. Ihre Hände griffen an die Kehle und die unverletzte Schulter Jandas und sie zwang diese mit aller Kraft auf das Lager nieder, die sie im Leibe hatte. Der Vorteil der „oberen“ Position und des unverwundeten Körpers war auf ihrer Seite dabei. Dennoch musste sie wahrscheinlich alles aufbringen, um Janda wie ein wütendes um sich schlagendes Tier nieder zu pressen. Ein Glück, dass sie eine Nord war!

„Du wirst jetzt still liegen!
Ich sagte, dass ich Bhrea holen werde.
Ich kann aber auch dafür Sorge tragen, dass du die nächsten Tage verschläfst, wie es für deinen Körper besser wäre!“
Wie eine niederfahrende Axt schlugen die Worte auf Janda ein, die Thorwa noch immer niederdrückte. Ihre Hände griffen fester zu.
„Ich hole Bhrea! Aber du bleibst liegen!“
Ihre Stimme war zum Grollen geworden, das ausreichend Entschlossenheit für diesen einen Moment enthielt, um schlimmstenfalls einem Mammut zu trotzen.

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Can I take a skull to bed with me, to give me comfort in the night?
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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Do 23 März 2017, 22:33

Dies hatte Janda scheinbar nicht kommen sehen, nicht dass sie irgendwas hätte dagegen tun können.
Auch wenn es die unverletzte Schulter war, mit der sie wieder zu Boden gedrückt wurde, breitete sich der die Last auch auf die verwundeten Stellen aus. Somit wurde die Nordfrau unter einem plötzlichen Schmerzenschrei wieder in die Bettstätte gezwungen.
Benommen griff die Berserkerin nach dem Hand, die auf ihre Kehle drückte, aber die qualvollen Schmerzen raubten ihr die Kraft. Der Zorn wich einem verzweifelten Kampf gegen den pochenden Schmerz , und so konnte sie nur schnaufend zuhören, was Thorwa ihr zu sagen hatte.

Sie schluckte mit zusammen gepressten Lippen, während ihre Nasenflügel bebten. Die Eisgrauen Augen funkelten die Heilerin an. Ein trotziger Blick, der Bände von Vergeltung sprach.
Schließlich gab sie aber ihre Zustimmung indem sie leicht nickte. Thorwas Handgelenk dabei immer noch umklammert, stierte Janda die Heilerin an.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 20:55

[center]- Thorwa -[/center]

Kraftvoll schnaufte die junge Heilerin auf, die sonst eher zur Herzlichkeit und schlichter Behutsamkeit neigte. Nun aber hielt die Janda fest – zu deren eigenem Besten – und erwiderte jenen Blick, ohne auch nur einen einzigen Wimpernschlag lang auszuweichen.
Innerlich tat es ihr leid, es tat ihr sogar selbst weh, so sein zu müssen, aber sie ahnte auch, dass sie Janda noch mehr Schmerz und Schande zugefügt hätte, würde sie sie tatsächlich betäuben. Ein Teil von ihr ...verstand nur zu gut, dass die Berserkerin sich aufrappeln und ihren Eiden und Schwüren folgen wollte. Ihre Augen verrieten diese Regung. Zumindest für einen Moment.

Dann aber zog sie die wärmende Decke entschlossen über Janda, kaum, dass sie ihren Griff gelöst hatte. Ihre Schritte führten sie gen der Planen, unter denen sie sich nach draußen schob und in Richtung des Feuers trat, um dort nach der Bärin von Jernheim zu suchen.
Es dauerte nicht lange, bis sie fündig wurde.
Und es dauerte auch nicht lange, bis die ergraute Priesterin der Kyne in Richtung Jandas stapfte, zwei dampfende Metbecher in ihren Händen.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 21:33

Am liebsten hätte Janda der Heilerin selbst gepackt, ihre eine harte Kopfnuss verpasst und dabei wild aufgebrüllt vor Zorn...doch jede dieser Aktionen wären von unendlichen Qualen begleitet worden, und es hätte am Ende eh nichts bewirkt.

Sie versuchte krampfhaft sich wieder zu beruhigen, und die Heilerin einfach ziehen zu lassen, damit diese ihr Wort halten und Bhrea holen konnte. Sie hatte sichtlich Mühe damit und schnaufte noch lange krampfhaft weiter, nachdem Thorwa den Unterschlupf verlassen hatte. Zornig wandte sich der Blick der Nordfrau dabei an die beiden anderen Gestalten im provisorischen Zelt, welche das Geschehen bemerkt haben müssten.

Aber egal, ob sie von Lorn und Skaraba angestarrt wurde, oder nicht, es war einfach nur wichtig sich auf Bhrea zu konzentrieren, und die Bärin davon überzeugen, dass Janda mehr als tauglich war, um bei Skravas Rettung mit beteiligt zu sein.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 21:53

[center]- Bhrea -[/center]

„Lorn, ...Skaraba. Kyne mit Euch“, begrüßte die kräftige Priesterin die beiden Anderen im Zelt, als sie mit festen Schritten an das Lager von Janda heran trat und sich an diesem niederließ. Die beiden Becher mit dampfendem Met darinnen – der zugegebenermaßen gewiss köstlich duftete – stellte sie neben der Lagerstatt ab, ehe sie Janda auch schon ein zusammen gerolltes Fell in den Rücken schob und sie gleichzeitig fast schon behutsam etwas aufrichtete. Es dauerte seine Zeit und Bhrea verlor kein Wort darüber, auch nicht, wenn Janda schmerzlich zusammen zuckte. Entweder war es ihr tatsächlich gleichgültig oder aber sie wollte nicht zeigen, dass sie sehr wohl bemerkte, dass jede Regung Janda scheußliche Pein bereitete.
Letzteres war wahrscheinlicher.
Klarheit gewährte sie darüber aber nicht.

„Kyne war und ist mit dir, Janda“, richtete sie dann endlich ihre angenehm tiefe und rauchige Stimme an Janda und hob den Becher mit Met an, um diesen zu Jandas Gesicht zu führen, „Kannst du selbst davon trinken? Oder soll ich ihn halten?“ Die Frage stellte sie nur sehr leise, auf dass sie wohl nur bis an die Ohren der Berserkerin heran reichten.
„Thorwa sagte, du habest dir einen Becher Met verdient, aye?“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 22:10

Sofort richtete sich Janda leicht zitternd auf, dabei krampfhaft versuchend jeglichen Schmerz nicht zu zeigen, was der Berserkerin überraschend gut gelang. Nur der kundige Beobachter konnte feststellen, dass sie gerade Höllenqualen durchleiden musste.
Erleichtert ließ sie sich schwer ächzend nach hinten auf das zusammengerollte Fell sacken. Das Nordweib brauchte eine lange Weile bis sie sich wieder soweit gefangen hatte, dass sie klar sprechen konnte. Zum Glück gewährte ihr Bhrea diese Zeit, indem sie Janda vom Met anbot.
Mit leicht zittriger Hand griff Janda nach dem Becher. Sie dürfte der Bärin jetzt keine Anzeichen von Schwäche zeigen, sonst wäre der "Feldzug" für sie beendet.

"Kyne mit dir, Bhrea." die Worte kamen klar und deutlich, auch wenn zwischen den Zeilen jedesmal ein leises Ächzen die Worte begleitete. Dann führte sie dankbar den Met an die Lippen und nahm einen kleinen Schluck. Der Met brannte ungewohnt stark, dort wo die Verwundung ihren Mundwinkel traf, und sie setzte mit zusammen gepressten Lippen den Becher wieder ab, gab aber keinen Laut von sich.
"Verzeih, dass ich die Rettung verzögere." Janda senkte den Blick voller Scham. "Ich hätte...es...ich hätte ihn besiegen können....es..." die Nordfrau schallte sich innerlich, dass sie nun doch zu stammeln anfing. Was versuchte sie überhaupt zu erklären. Sie hatte ja nicht mal eine Erklärung für sich selbst.
Der Blick ruckte wieder hoch und fixierte Bhrea ernst.
"Spätestens morgen sitze ich wieder im Sattel! Ich werde nicht weiter hier...ich halte dich nicht weiter auf, das schwöre ich!" Voller Spannung, fast schon wie ein kleines Mädchen, erwartete sie Bhreas Urteil, obgleich sie von den anderen beobachtet wurde oder nicht.

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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 22:20

[center]- Bhrea -[/center]

Die Bärin, deren einst rot-goldenes Haar längst ergraut war, schnaufte leise aus. Es klang gutmütig, wandelte sich allerdings zu etwas grimmigem, als sie den Worten Jandas lauschte. Mit einem Ruck griff sie nach ihrem eignen Metbecher, stieß damit erst mit der Kriegerin an, um den ersten Schluck dem Schnee und somit den Göttern zu überlassen, ehe sie auch endlich davon trank. Tiefe Züge, die einem Nordweibe Ehre machten und verrieten, dass sie wahrscheinlich wenig Gelegenheit gehabt hatte über die ganzen Berichte und Beratschlagungen, etwas davon zu sich zu nehmen.

„Hätte ein verwirrter Nordmann nicht beschlossen, die Rothwardonin in die Irre zu führen und die Trolle anzulocken – und es sieht, so wenig mir das schmeckt, tatsächlich so aus, als hätte er genau das getan - … aye, dann wären wir nicht aufgehalten worden und du hättest nicht versucht, als Heldin hervorzugehen, Janda.“
Die grauen Augen Bhreas kamen auf der Verwundeten zur Ruhe und sie atmete noch einmal tief aus, als sie ihren Kelch wohl zur Hälfte geleert abstellte. Ihre Stirn runzelte sich, als sie den Blick über die Seefahrerin streifen ließ.
„Sag mir, Janda, warum bist du aus der Reihe gebrochen? Ging es dir darum, einer Fremden das Leben noch rascher zu retten oder um was ging es dir wirklich? Unsere Stärke liegt im Zusammenhalt.“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 22:30

Janda nahm das Brennen in Kauf und trank noch einen weiteren großen Schluck vom Met. Die Wärme, die sich dabei in ihr ausbreitete war Balsam für Körper und Seele.
Zu der peinlichen Frage Bhreas hin, wandte die Seefahrerin den Blick zur Seite.

"Ich weiß es nicht..." log sie und starrte auf einen Punkt irgendwo an der Zeltplane vorbei.
Sie wusste natürlich ganz genau, warum sie kopflos losgestürmt war. Diese Frage hatte sie sich selbst wieder und wieder gestellt, und auch wenn sie die Antwort nicht wahrhaben wollte, war sie dennoch irgendwann in ihrem Kopf erschienen.
Vermutlich wusste die Bärin bereits selbst die Antwort, aber warum musste sie dann Janda dies Fragen. Wollte sie die Berserkerin wirklich so dermaßen bloß stellen, dass sie es selbst zugeben musste?
Verbittert mahlte Janda mit den Zähnen und wandte den Blick wieder zu Bhrea.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 22:46

[center]- Bhrea -[/center]

„Janda, ich habe vier Kindern das Leben geschenkt … und sie großgezogen. Denkst du, ich kenne den Stolz nicht, der dich erfüllt? Und glaubst du, ich erkenne nicht, wenn ich angelogen werde?“
Die Stimme erklang eine Spur tadelnd, aber nach wie vor nicht bösartig. Und schon lange nicht laut genug, dass die Worte bis zu Lorn oder Skaraba reichen würden. Oh nein! Sie mochte gnadenlos sein mit ihrer Frage, aber sie demütigte die Berserkerin von fremden Wassern und Strömen ganz gewiss nicht.
Immerhin hatte sie mit ihr gekämpft.

„Sprich es aus. Ich werde dich weder verlachen noch geringer schätzen, wer und was du bist, Kriegerin.“ Keine schmeichelnden Titel, kein Spott, nichts dergleichenes. Sie benannte Janda bei dem, was sie war. Eine Kämpferin.
Ihre grauen Augen kamen von Neuem auf Janda zur Ruhe und sie nahm noch einen tiefen Schluck von dem Met.
„Trink ihn, solange er noch warm ist. Es ist das letzte Fass aus Jernheim.“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 23:08

"Dann kennst du ja die Antwort..." murrte die Nordfrau und führte zähneknirschend den Becher wieder an den Mund. Das stetige Brennen im Mundwinkel nahm sie inzwischen kaum noch wahr. Dafür rebellierte der restliche Körper inzwischen gegen die für ihn unbequeme Haltung.
Aber Janda konnte dies noch erfolgreich unterdrücken. Solange bis sie die Antwort von Bhrea hatte, die sie hören wollte.
Was erwartete die Bärin jetzt noch? Was sollte Janda schon sagen, was Bhrea nicht bereits erahnte. Verbissen starrte Janda auf das Fell, dass ihren halben Körper bedeckte.
"Es ist auch einerlei...der Fehler wird mir nicht mehr passieren." prophezeite das störrische Weib ins Blaue hinein.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 23:23

[center]- Bhrea -[/center]

„Sag es mir, Janda“, beharrte die Bärin von Jernheim und bewies einen wahrscheinlich ebenso ausgeprägten Sturkopf wie die Verwundete, „Du bist nicht meine Tochter und ich kann nur erahnen, was in dir vorgeht, nicht aber davon wissen. Alles, was ich weiß ist, dass du deinen Schwur schon das letzte Mal erfüllen wolltest.“
Ihre Hand bettete sich auf die Stirn der jüngeren Frau und sie fühlte einmal selbst nach, ob diese fieberte. Dabei besah sie sich gleichzeitig die Gesichtshälfte, dann auch die Seite der Kriegerin, wofür sie die Decke etwas von ihr zog.

„Ich brauche eine Kriegerin wie dich an meiner Seite. Gerade deswegen wird ein solcher Fehler nie wieder passieren. Ich möchte keine Nordweiber vom Schlachtfeld tragen, die ihr Leben noch nicht gelebt haben.“ Tief schnaufte sie schon wieder aus und es klang wirklich ein wenig nach einer leibhaftigen Bärin, die ihren Kopf schüttelte.
„Ich habe eine Aufgabe für dich.“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 23:34

Seufzend ließ Janda die Bärin ihre Verwundungen inspizieren. Dabei versuchte sie möglichst keine Miene zu verziehen, auch wenn jede Berührung ein leichtes Stechen von ihrem geschundenen Körper abverlangte. Es gelang ihr aber nicht das Zucken der angespannten Muskeln zu unterdrücken, die empfindlich bei jedem Kontakt reagierten.

"Ich wollte mich beweisen..." knurrte Janda verärgert über sich selbst, dass sie sich nun doch die Blöße gab. Ein verächtliches Schnauben entrann ihrer Kehle, ob es nun Bhrea oder ihr selber galt, konnte man nicht ausmachen.

Als Bhrea eine anstehende Aufgabe ansprach, blitzten ihre Augen mit einem gewissen Hoffnungsschimmer auf. Erwartungsvoll schaute sie die Anführerin an.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 23:45

[center]- Bhrea -[/center]

„Das hast du, Janda. Sonst wärst du nicht hier.“
Was genau sie meinte, das ließ die Bärin im Ungewissen, sondern fuhr mit ihren Fingern nur sacht über die Seite, dann auch über den Hals und an der Gesichtswunde entlang, ehe sie kaum merklich ihren Kopf schüttelte.
„Ich habe eine Aufgabe in diesem Lager für dich. Und ehe du mir widersprichst, höre mir zu.“
Tief schöpfte sie Luft und schrägte dann ihr Haupt, so dass ihr die wild gebliebenen leichten Locken ins Gesicht fielen, die sich aus dem sonst so strengen Zopf gelöst hatten.

„Reitest du mit uns, wird dein Körper dich im Stich lassen. Dein Geist ist wach genug, um ganze Orkhorden nieder zu werfen. Dein Leib aber … würde auf der Hälfte der Strecke vom Pferd rutschen. Du würdest dich über jedes Maß entehren und vor den anderen kriechen wie ein Kleinkind, das schreit und weint.“
Mit ihrer Hand griff sie nach Jandas.
„Das werde ich nicht zulassen. Du wirst hierbleiben. Ich kann euch keine drei Krieger hierlassen, die euch bewachen, dennoch muss ich mich darauf verlassen, dass Orkspäher, die vielleicht hergelangen könnten, niemanden verwunden. Und ich halte dich nach wie vor für stark genug, um einem solchen den Kopf abzuschlagen, wenn er sich dem Lager nur nähert.“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Fr 24 März 2017, 23:55

Natürlich wollte Janda protestierend den Mund öffnen, klappte ihn aber sogleich wieder zu und hörte Bhrea zu Ende an.

Im Grunde bestätigte sich soeben Jandas Befürchtung, welche sie die ganze Zeit vor sich her schob.
Verzweifelt schluckte sie einen bitteren Kloß hinunter und starrte Bhrea mit zusammen gekniffenen Lippen an. Sie musste sich erstmal etwas sammeln, damit ihre Stimme nicht brach.
"Ich werde mein Wort halten!" beharrte die Nordfrau mit leiser Stimme. "Ich kann dich noch immer begleiten..."

Sie wusste, dass Bhreas Worte der Wahrheit entsprachen. Sie wusste, dass es das Beste war zurück zu bleiben und ihren Körper die Ruhe zu geben, die er benötigte. Aber dies wäre nicht das erste mal, dass sie ihrem Leib alles abverlangte. Das störrische Nordweib war sich sicher, dass sie es durchhalten konnte.

[i]Und was dann? Selbst wenn du das Orklager erreichst, was nützt du gegen diese Bestien halbtot?[/i] selbst eine innere Stimme mahnte die Kriegerin zur Vernunft, doch Janda drängte sie bei Seite.

Verbittert, aber mit einem Funken Hoffnung starrte Janda die Bärin an. Der vielsagende fast schon bettelnde Blick feilschte, als ginge es um ihr Seelenheil.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Sa 25 März 2017, 00:01

[center]- Bhrea -[/center]

„Du erfüllst meinen Willen an dieser Stätte, Janda. Ich brauche dich dieses Mal in meinem Rücken und nicht an meiner Seite.“
Fest erklang die Stimme Bhreas, als gäbe es nichts mehr, an dem ihr Gegenüber rütteln konnte. Es klang nicht froh um diesen Umstand, alles andre als das sogar, aber was blieb ihr schon anderes übrig, nicht wahr?
„Wenn dein Körper seine Kraft zurück erlangt hat, dann werden wir gemeinsam Rache üben an den verbliebenen Orks, die morgen vor uns flüchten werden. Wir werden die Gebirge von ihnen säubern. Aber wenn du an jenem Tag an meiner Seite kämpfen und deinen Schwur mehr als nur erfüllen willst, dann musst du heute und morgen ruhen.“

Langsam beugte sich die ergraute Bärin von Jernheim herab zu Janda und raunte ihr noch leiser etwas zu:
„Ich lege das Wohl der Verwundeten und die Wacht über die Bruchstücke von Skravas Schwert in deine Hände. Und ich werde dich an dem Tag unserer Vergeltung brauchen. Versprichst du mir, dass du hier bleiben wirst?“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Sa 25 März 2017, 00:19

Die Kiefermuskeln mahlten unablässig, während Janda immer mehr in sich zusammen sackte. Die Bärin hatte ihre Entscheidung gefällt, und egal, wie sehr sie es wollte, sie hatte ihr Versprechen nicht gehalten.

Es war als schnürte die Verzweiflung ihr die Kehle zu. Auch wenn Bhrea versuchte ihr seelisches Leiden zu lindern, indem sie ihr die Aufgabe, auf das Lager acht zu geben, übertrug, so wusste Janda, dass es nur darum ging die Nordfrau milde zu stimmen.

Die Unterlippe der einst stolzen Frau bebte, aber schließlich nickt sie kapitulierend, während sie erfolgreich gegen die sich bildenden Tränen ankämpfte.
"Ich verspreche es..." brachte sie schließlich leise mit gebrochener Stimme heraus.

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Sa 25 März 2017, 01:28

Er sah die beginnenden Entzündung an Skarabas Wunden des Trollhiebes der wohl, wenn er richtig sah, zwei tiefere Furchen unterhalb ihrer Rippen gerissen hatten. Sie waren fachfraulich genäht worden und dennoch waren sie an zwei Stellen gerötet. Vorsichtig tupfte er mit einem der getränkten Tücher die Naht über die ganze Breite sauber und wiederholte dies zwei weitere male. Er löste die Naht mit jenem winzigen scharfen Messer und brummte, als ihm der typische Geruch des Eiters entgegen kam, der zum Glück für Skaraba sich erst zu entwickeln schien.
Natürlich sah er zuvor ihren geschundenen Leib und ebenso dieses Mal der Orks und konnte eins und eins zusammenzählen, jawohl, auch als Nord. Der Stolz dieser Frau war entweder wirklich nicht durch Folter und Sklaverei gebrochen, wie Lorn es vermutete, oder dieser lebte allein der Rache wegen fort. Unweigerlich muste er an Skrava und Francis denken und hoffte dass diese nicht solch Demütigung ertragen mussten.
Der Nord konnte sich viele grausame Schicksale vorstellen, doch allein der Gedanke wie ein Stück Vieh verschleppt und gedemütigt, gebrandtmarkt zu werden und Ketten zu schmecken, waren für den Mann die schlimmste Art des Schicksals.

Wiedereinmal sagte er nichts dazu und ließ nicht ansatzweise in seinen Kopf blicken, sondern säuberte die eröffnete Naht und tastete diese ab.
Skaraba wirkte auf ihn wie ein Hase in Schockstarre, der ohne einen Muks die Klauen eines Habichts ertrug. Lorn kannte solche Situationen, kannte es wenn der Geist auf Wanderschaft ging ohne um sich herum die Realität aus den Augen zu verlieren. Er vermutete, dass die Frau ihre Wunde und deren Versorgung aus ihrem Geist ausblendete. Die meisten Nord waren für solches zu hitzig, unbesonnen und ohne Vertrauen. Ihr Stolz musste laut und stürmisch sein, diese Frau hingegen ließ ihn leise erklingen und beeindruckte den Nord durchaus.

Behutsam spülte er die Wunde und den Eiter aus , wusch sich die Hände und tastete vorsichtig das tieferliegende Fleisch mit der Fingerkuppe ab, da..da war etwas erhabenes, genau an jener Stelle wo sich der Eiter zuvor befand. Er nahm sein kleines Messer wieder und teilte sehr sorgsam die Muskelstränge, bis der etwas Schwarzes sah und das Messer weglegte.

Gerade in diesem Moment kam Bhrea herein udn brachte..MET! Herrlich warmen, süßen Met und der Duft drang durch Lorns Sinne und ließ seinen leeren Magen erneut aufbrummen.
"Kyne mit dir Bhrea" sagte er und lächelt gar, doch der Met machte eindeutig einen Bogen um ihn und fand den Weg zu den beiden Frauen.
Er nickte mehr zu sich selbst und holte aus seiner Tasche einen seltsamen Gegenstand heraus. Es glich fast einer Zange, doch waren die Backen spitz und flach zulaufend und konnten zusammengedrückt werden, wie ein flacher Storchenschnabel nur viel kleiner.

Lorn nahm das Ding in seine Hand und holte damit den Splitter aus Skarabas Wunde heraus, während ihm das Wasser ob des Metduftes, im Munde zusammen lief.
" Du hast Entzündungen an zwei verschiedenen Stellen und deine Hand, sehe ich mir gleich an, dies hier ist wichtiger, denn es entscheidet über deine Genesung. Du musst in erster Linie ruhen."

Der Nord verfuhr ebenso mit den anderen Entzündungsherden, doch nur einen weiteren Splitter und ebenso Eiter fand er und befreite sie auch von dieser Gefahr. Gründlich tränkte er die Wunden mit einer Brennesseltinktur, die die Entzündung und die Neubildung des Eiters verhindern und aufhalten sollte. Ruhig vernähte er die Wunden wieder, ohne Skaraba aus den Augen zu lassen.
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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Mo 27 März 2017, 17:25

[center]- Bhrea -[/center]

Langsam beugte Bhrea sich herab und schnaufte dabei kaum hörbar aus. Ihre Lippen bettete sie auf die Stirn der Kriegerin, ohne zu fragen … und ohne sich aufhalten zu lassen. Die Bärin von Jernheim tat es einfach und schob dabei etwas in Jandas Hand. Es war kühl und glatt – Knochen, wenn die Seefahrerin es sich ansah. Runen waren hinein geritzt worden und darüber gar eine kleine Bärenpfote.
„Wir bringen das eines Tages zuende. Gemeinsam. Das ist mein Versprechen an dich.“

Die ergraute Nord richtete sich auf und sah für einen Moment in Richtung Lorns, der sich Skarabas angenommen hatte. Eine lange Zeit musterte sie das fremdartige Weib und gleichzeitig die Hände des Heilers, dann dessen Gestalt, als versuchte sie darinnen zu lesen.
„Am Feuer steht noch Met und auch etwas zu essen. Wenn ihr fertig seid, kann ich es euch hierher bringen lassen.“
Schließlich straffte sie ihre Schultern und machte sich aufbruchsbereit, soweit man das so nennen konnte, denn es ging ja nur darum, das Zelt zu verlassen.

(sollte Janda noch reagieren auf eine Art, die eine Reaktion in mir auslöst, würde ich mir vorbehalten noch einmal zu reagieren.)


[center]- Skaraba -[/center]

Die ersten Zeichen offenbarten Schmerzes zeigten sich nur langsam. Aber sie zeigten sich. Erst gruben sich nur Skarabas Finger in die Felle unter ihrem Körper. Dann wurden ihre Atemzüge schwerer und die Zähne knirschten, als sie sie zusammen biss. Die Kräuter rissen einiges hinfort, dennoch blieb genug Pein übrig, um sie zu quälen und ihr den Schweiß ausbrechen zu lassen. Trotzdem versuchte sie nicht ein einziges Mal wirklich, dem Wirken des Heilkundigen zu entweichen.
Erst als er den Splitter fand und ihn herauszog, da zuckte sie unwillkürlich nach hinten. Nur ganz leicht. Und sie war selbst vielleicht ein wenig erstaunt, dass es weniger wehtat, als sie es erwartet hätte. Das Zucken offenbarte aber noch etwas: Selbst eine Rothwardonin hatte Angst vor derlei Dingen.

„Und du hast Hunger“, erwiderte sie dann auf seine Worte. So unvermittelt. Und doch unverblümt ehrlich. Vielleicht zuckten sogar die Mundwinkel in einer so feinen Regung, dass man es kaum oder auch gar nicht erkennen konnte.
Seine Ruhe schien Skaraba zu beruhigen. Dass sie bald schon erkannt hatte, dass der Nord wirklich wissen mochte, was er tat, das hatte ihren Blick weniger gehetzt und ihr Verhalten weniger abwesend werden lassen. Die immer stärker werdenden Kräuter trugen gar dazu bei, dass sie ihm … mit gewisser Wissbegierde zusah, als er ihre Verletzungen weiter versorgte.
„Wo hast du dein Handwerk gelernt? Von deinen Eltern?“

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I saw your father die. Here is his killer.
Can I take a skull to bed with me, to give me comfort in the night?
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Janda

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Mo 27 März 2017, 19:04

Das Nordweib biss einfach nur die Zähne zusammen, als Bhrea ihr einen Kuss auf die Stirn drückte, wie eine Mutter, die ihre Tochter trösten wollte.
Sie ließ sich ebenfalls willenlos die Knochenrune in die Handfläche drücken, und nachdem Bhrea ihr Versprechen abgegeben hatte, ließ sich Janda wortlos und verbittert zurück auf die Bettstätte sinken.

Als sich Bhrea dann wieder erhoben hatte, und noch das Essensangebot darbot, drehte Janda einfach nur den Kopf leicht zur Seite, weg vom Zelteingang.
Ihre Hand krampfte sich um die Knochenrune, während sie darauf wartete, dass die Bärin endlich das Zelt verließ. Ihr Blick fiel auf die Rothwardonin, die gerade von Lorn behandelt wurde. Die Gesichtszüge der Nord zuckten leicht, während sie versuchte gegen zornige Tränen anzukämpfen.

Am liebsten hätte sie Bhrea das Schmuckstück brüllend hinterher geworfen. Was fiel ihr nur ein, Janda die Einhaltung ihres Ehrenwortes zu verwehren.
[i]'Sie meint es nur gut mit dir!'[/i] meldete sich die einsichtige Stimme in ihr zu Wort.

Das beste wäre, sie würde noch heute Nacht ein Pferd nehmen, und selbst die Orks verfolgen.
[i]'Du wirst nichtmal den Ritt dahin überleben!'[/i]

Als endlich Bhrea nach draußen verschwunden war, warf sie aufschreiend (teils vor Schmerz wegen der Wurfbewegung, teils vor Zorn) die Rune von sich, welche an der Zeltplane abprallte und irgendwo zwischen den Fellen landete. Dann drehte sie sich von Lorn und Skaraba fort zur Seite, und präsentierte denen ihren muskulösen Rücken. Falls jemand sie ansprechen sollte, würde sie diese ignorieren. Noch viele Stunden stierte sie wütend vor sich hin in die Leere, bevor sie irgendwann der Schlaf einholte.

((auch ich behalte mir vor, noch eine Reaktion nachzuschieben, falls Janda zu sehr geärgert wird^^))

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Mo 27 März 2017, 20:37

Lorn schnalzte leise und seine neutrale Miene erhellte sich, als er von Essen und Met hörte. Waren seine Augen zu selbstverständlich auf den Met gerichtet, sah es vielleicht sogar gierig aus?
Sei es drum, vielleicht war es innere Eingebung oder es war schlichtweg ein Zufall, dass die Priesterin Speis und Trank anbot.

"Danke Bhrea, das nehme ich gern an." so erwiderte er die Güte Bhreas und neigte ehrend seinen rauhaariges Haupt.

Der Nord salbte die sauberen Nähte legte frische dünne Tücher über die versorgten Wunden und wickelte eine feste Bandage um der Rothwardonin Leib. Nicht über Gebühr fest doch so straff, dass es Halt gegen ruckartige Bewegungen geben sollte. Die Wunden sollten nicht aufreißen.

Erstaunt sah er zu Skaraba hin, als sie seinen Hunger erwähnte und sein Bart hüpfte um die Mundwinkel leicht nach oben.

" Aye, ich habe Hunger. Vielleicht läuft mir das Wasser im Munde zusammen, oder hat mein Magen so furchtbar gebrummt?"

Ruhig wusch er sich die Hände, schon um der Kriegerin einen kurze Verschnaufpause zu gönnen. Er hörte ihre Frage und sah ihr forschend in die Augen, ohne bedrängend zu wirken.
Er löste den Verband ihrer Hand und wischte mit einem neuen Tuch über die Nähte, denn auch hier wurde gute Arbeit geleistet. Er nickte und war mit diesen Trollspuren zu frieden.

"Keine Entzündung zu sehen, die Furchen sind ohne übermäßige Schwellung oder Rötung und sie riechen auch gut. Versuche die Hand und die Finger zu bewegen, Skaraba."

Er beobachtete wie beweglich die Glieder und Sehnen waren.

"Ich habe bereits als Knabe von meinem Oheim gelernt und später von Schamanen, jedem Heiler und jeder Heilerin der ich in Solstheim über den Weg lief. Es ist ein Lernen für immer, nie hört es auf und jedes Volk trägt zum Wissen bei."

Er hielt in seinen Sätzen inne, als Janda etwas durch die Luft fliegen ließ und neben ihm schön geschnitzte Knochen landeten. Einen Moment erhob er sich, nahm die Knochen auf und legte sie säuberlich und ehrend neben Jandas Lagerstatt. Auf ihren wütenden Schrei ging er nicht ein und ließ die junge Frau in ihrer Heißblütigkeit. Ihr aufkeimender Kopfschmerz ob des Aktes, so wie er annahm, war Lehre genug.
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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Mo 03 Apr 2017, 12:17

[center]- Skaraba -[/center]

„Euch rinnt der Speichel nicht über den Bart wie man es in manchen Ländern über euresgleichen erzählt“, erwiderte Skaraba, tiefe Atemzüge tuend und dabei nicht einmal klingend, als meine sie es als Beleidigung. Nein, vielmehr wirkte es fast schon, als versuchte sie zu scherzen. Dass es eher ein erbärmlicher Versuch war, lag wohl daran, dass es ihr gerade ordentlich erbärmlich erging. Die Kräuter nahmen ihr einen Großteil der Schmerzen, aber die Überreste dessen, die sie mit ihrer Disziplin fortzubeißen versuchte, waren noch groß genug, um über ihr Innerstes zu kratzen.
„Euer Magen hat euch verraten, Lorn.“
Ihr Blick ruhte auf ihm. Beinahe hatte es etwas von einem Tier, das sehr vorsichtig zumindest einen Hauch an Zutrauen entwickelte. Trotz dessen hätte sie wahrscheinlich jederzeit zurückweichen können. Sie tat es nicht.

Als ihre Hand offengelegt wurde, da kniff sie kurz die Augen zusammen. In dem bronzenen Blick offenbarte sich tiefe Angst. Angst darum, ob das alles je wieder verheilen würde. Die tiefen groben Schnitte, die wahrscheinlich von den Klauen eines Trolles stammten, als er sie gepackt hatte, waren in der Tat ordentlich vernäht worden. Trotz dessen hatten sie tief verletzt. Sehr tief.
So war es nicht unbedingt verwunderlich, dass sie ihre Finger nur träge und nur unter Schmerzen bewegen konnte. Zischend entwich ihr ein Atemzug und ihre Lippen, die zuvor fast ein Lächeln gezeigt hätten, pressten sich zu dieser schmalen Linie zusammen. Sie hörte die Worte wohl, die Lorn ihr zur Antwort auf ihre Frage gab.
Dennoch reagierte sie mit einer eigenen:

„Wann werde ich meine Hand wieder benutzen können wie zuvor?“

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass   Sa 08 Apr 2017, 11:17

Lorns Augen schmunzelten in kleinen Fältchen, als sie ihren kleinen Scherz von sich gab. Er nahm es ihr nicht übel, im Gegenteil er sah es als kleinen Fortschritt. Aufmerksam beobachtete er Skarabas Handbewegungen und hielt sie jedoch auf, als er deutlich sah wie sie mit dem Schmerz kämpfte.
"Die Furchen sind tief und ich nehme an, dass eins zwei Sehnen von dem Ungetüm angerissen wurden. Doch kein Knochen ist in Mitleidenschaft gezogen, soweit ich das sehen kann. Es wird dauern, Skaraba, warten wir 10 bis 14 Sonnenaufgänge ab, bis sich deine Hand erholen konnte. danach wissen wir mehr. Ich reibe dir Beinwellsalbe auf die vernähten Wunden und das wiederholen wir all die Tage."

Der Heiler sah die bronzene Frau beruhigend an und nickte ihr aufmunternd zu.

"Du wirst sie wieder bewegen und gebrauchen können, hab nur mehr Geduld als eine Nord."

Sorgsam salbte er den Arm und die Hand mit jener genannten Salbe ein und verband ihn nicht ganz so straff wieder. Er legte ihr ein Tuch um, damit die Hand mehr Halt darin fand. Noch einmal sah er sie an und sagte verschwörerisch: "Manchmal sammeln die Nord in ihren Bärten auch Met, für schlechte Zeiten."
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