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 [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II

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Die Bärin

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BeitragThema: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mi 22 März 2017, 02:04

[center][size=24]- Ostmarsch - Südwestliche Gebirgszüge -[/size]

[img(761px,428px)]http://cdn.pcwallart.com/images/snowy-mountains-with-trees-wallpaper-1.jpg[/img]
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[center][b][size=16]- Thorwa -[/size][/b][/center]
[font:9ed6=Times New Roman]

Ihre bebenden Hände wischte Thorwa an ihrer Robe ab, als sie in Richtung des notdürftigen Zeltes für die Verwundeten stapfte, das sie mit einer weiteren Plane verstärkt hatten. Ehe sie die Planen beiseite schob, atmete sie noch einmal tief ein und wieder aus. Gereizt war sie durch ihre Müdigkeit schon gewesen, ehe sie sich der Versorgung von Francis gewidmet hatte. Und erschöpft waren sie allesamt, die sie in diesem Lager versuchten, alle Wunden zu versorgen und wieder zu Kräften zu kommen.
Dass allerdings diese bretonische Heilerin oder Alchemistin – so genau wusste sie es nicht, denn sie hatte von den Giften gehört – und dieser kaiserliche Kämpfer, von dem Bhrea so gut gesprochen hatte, sie einfach mit der gerade erst Befreiten alleine ließen, kaum, dass die gebrochene Schulter gerichtet und fixiert worden war, das hatte dem Fass wirklich den Boden ausgetreten. Thorwa hatte Verständnis dafür, wenn sie endlich schlafen mussten, keine Frage, aber für ein Gespräch unter vier Augen, bei dem sie lachten und scheinbar bester Verfassung waren, nein, dafür hatte sie nichts über. Die verwundeten Kameraden gingen stets vor. Auch sie hätte lieber einen Krug Met mit Jonna und Skrava getrunken, als die Verwundete vor Schmerzen brüllen zu lassen. Aye, und wie viel lieber sie das hätte!
Aber sie konnte das Weib wohl kaum einfach liegen lassen und das Zittern tatenlos mitansehen.
Wenigstens beim Umbetten und beim Anziehen frischer Kleidung hätte man ihr zur Hand gehen können, anstatt sich zu zweit zurück zu ziehen. Die Erschöpfung hatte so groß wohl nicht sein können.

Thorwa knurrte.
Vielleicht war sie ungerecht.
Vielleicht kannten diese Fremden es auch einfach nicht anders oder wussten es nicht besser.

Mit ihrer Hand schob sie die Planen beiseite und trat in das Zelt hinein, um zunächst nach der tief und fest schlafenden Rothwardonin zu sehen, einen Augenblick später auch nach Lorn, der sich irgendwo im Halddunkel in oder neben der Stätte hoffentlich niedergelassen hatte. Sie sah ihn nicht. Aber sie meinte sein Schnarchen zu hören. Ihn zu wecken, wäre ihr niemals in den Sinn gekommen!
Der Nordmann, den sie noch nicht lange kannte und dennoch bereits schätzte für seine unermüdliche und unerschütterliche Entschlossenheit seiner Berufung nachzukommen, brauchte nach den verstrichenen Stunden unbedingt etwas Schlaf. Sie gönnte ihm jenen von ganzem Herzen.

Leise schlich sie an die Lagerstatt heran, auf die sich Janda nieder gelassen hatte. Auch die Seefahrerin war längst in den Schlaf gesunken. Das hinderte Thorwa aber nicht daran, sich neben ihren Fellen nieder zu lassen und ihre Decke über die herauslugende Schulter der Verwundeten zu ziehen. Vorsichtig legte sie ihre Hand an die unverletzte Kopfseite des Weibes und streifte mit ihren Fingerkuppen über das Haar.
Trotz aller Pflichten war ihr nicht entgangen, dass etwas das Weib beschäftigte, sie vielleicht gar belastete. Und es konnte nicht falsch sein, einfach für einige Momente auf sie achtzugeben. Besonders dann, wenn sie es vielleicht nicht gleich mitbekam.


[/font]

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[i][center]Is that how it goes, round and round forever? I ask again, where does it end?
I saw your father die. Here is his killer.
Can I take a skull to bed with me, to give me comfort in the night?
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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mi 22 März 2017, 17:59

Fauchendes Brummen ließ ihn aufschrecken und recht schnell realisierte er, dass es sein eigenes Schnarchen war von dem er erwachte. 'Erwachte?! Das durfte doch nicht wahr sein! Nicht jetzt und nicht hier! Nicht wenn heilende Hände dringend gebraucht wurden!'

Grimmig über sich selbst rappelte er sich auf und rieb sich irgendwie die Müdigkeit aus seinen ledrigen Zügen. Der Leib schrie danach sich wieder zur Ruhe zu legen, doch wieder einmal war es sein Geist der über diesen siegte.

Thorwa, war die erste der er noch unter der Plane begegnete und die junge Frau sah erschöpft und hundemüde aus. Sacht legte er seine Hand auf ihre Schultern und raunte leise:
„Du musst schlafen, Thorwa, lass mich schnell das Eiswasser um meinen Leib spülen, ich bin gleich wieder da und du legst dich hin und schläfst."

Thorwas Entschlossenheit war nicht zu übersehen, aber auch sie benötigte dringend eine Pause. Die Worte des Älteren waren daher vielleicht etwas zu bestimmend, jedoch gutgemeinter Art und er hoffte sie würde darauf eingehen. Eigentlich war es nie seine Art jemanden zu seinem Glück oder zur Heilung zu überreden, jeder hatte seinen eigenen Willen und war bei vollem Verstand.

Nun, es waren wilde Zeiten und so wie Janda sich unermüdlich und mit Herzblut beweisen und für die Gemeinschaft da sein wollte, so tat es Thorwa auf ihre Weise mit aufopferungsvoller Heilung. Er hoffte sie würde ihn und die Dringlichkeit verstehen und nickte ihr noch einmal zu, bevor er die Plane zurück schob und den Nordwind willkommen in sein Gesicht blasen ließ.


Heißen Atem ausstoßend grollte die Bärin abseits des Lagers und brachte ihre beiden Zöglinge tiefer ins Unterholz. Sie war verwirrt und starrte auf den Menschenmann der dort prustend und sich die Mähne schüttelnd mitten im Eiswasser des Flusses wusch und in verschiedenen Tönen brummte.
So nackt, viel zu nah und ohne Fell war er eine leichte Beute, oder ein Feind, der ihre Jungen anlocken wollte?
Sah er herüber, ihr, der stolzen Bärin mitten in die Augen?
Das mächtige Tier hätte spätestens in diesem Augenblick auf den Menschen losgehen können, doch nichts dergleichen geschah.Aus irgendeinem Grunde blieb ein wohlverdienter Angriff aus, erst recht als Lorn wieder den Fluten entstieg und sich langsam entfernte. Noch einmal trafen sich ihre Blicke respektvoll, bevor wohl jedes Wesen seiner Wege ging.

Erfrischter trat der gebürtige Skaal ein paar Augenblicke später wieder unter der Plane ins Innere des Krankenlagers und trank noch im Gehen ein paar kräftige Schlucke Wasser. Sein Magen gab noch seltsamere Geräusche von sich als es die Bärin vermochte, was er ignorierte und sich im nun viel größeren Zelt umsah.
Etliche Verwundete lagen dort und schienen des nächtens oder der Erschöpfung wegen zu schlafen. Wo war Thorwa?
Er fühlte Blicke auf sich und als er ihnen folgte, sah er in die glasigen Augen Skravas, die etwas abseits der anderen lag. Wie viel mochte sie und Francis erlebt haben unter den Pranken der Orks?

Lorn tat sein Gemüt selten kund, doch im Inneren rührte ihn die Gefangenschaft der beiden. Es gab nur einen Grund, warum sie in die Klauen der Feinde geraten konnten und das war die Tatsache, dass sie allen anderen den verfluchten Hintern gerettet hatten. Sie waren es, die die Meute vor dem Durchgang aufhielten und damit fast mit dem Leben bezahlten.

Der Nord neigte sein Haupt und diesmal nicht knapp, wie er es zu tun pflegte, sondern ehrend und um einen Atemzug länger. Er bewaffnete sich mit einer Schale und goss Skrava Wasser hinein, setzte sich still neben sie und reichte es ihr an.
Er blickte ebenso über ihren Leib und das erste was er äußerte waren nicht die Fragen nach ihren Schmerzen oder ihren Wunden, sondern ein ruhiges vom Herzen meinendes "Danke".
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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Do 23 März 2017, 14:01

[center]- Thorwa -[/center]

Also hatte sie ihn doch geweckt!
Unwirrsch schnaufte sie aus, denn das war eigentlich nicht ihre Absicht gewesen. Auf der andren Seite hatte ihr Zorn sie wahrscheinlich auch in keinster Weise so leise sein lassen, wie es wohl am besten gewesen wäre. Ehe der Mann es wirklich sehen konnte, wischte sie die Tränen aus ihren Augenwinkeln, die ihr in diese geschossen waren.
„Ich sehe nach Janda. Dann ruhe ich aus“, war auch schon alles, was sie ihm entgegen brummte. Dann war sie auch schon tatsächlich im Zelt verschwunden.


[center]- Skrava -[/center]

[size=10](Da jene nicht im Zelt bei den Kranken liegt, nehme ich mal einfach an, dass Lorn vom Fluss aus an sie heran getreten ist. Ich hoffe, das ist okay.)[/size]

Die Augen der Kriegerskaldin waren zum Himmel gerichtet und zu den Nordlichtern, die dort erglühten und sich bestetig bewegten. Immer wieder war sie bereits in den letzten Stunden darüber eingeschlafen – Jonna dabei die meiste Zeit neben oder um sich spürend.
In diesen Momenten mochte sich das jüngere Weib gerade für eine Weile zurück gezogen haben. Vielleicht wusch sie sich oder aber ihre Mutter hatte sie zu sich gerufen. Es war einerlei, denn Skrava wusste, dass sie wiederkommen würde. Das tiefe Vertrauen, das sie empfand, ließ sie für einen Moment lächeln. Eine seltene und umso kostbarere Regung in diesen Tagen.

Als ein dunkler Schatten sich zwischen die Nordlichter und sie schob, da reckte sie ihren Kopf ein wenig auf. Das nahe flackernde Licht des Feuers ließ die tätowierten Bären, die sich aus Knotenmustern reckten, regelrecht lebendig wirken. Nur für einen Moment. Durchbrochen waren die Hautbilder von Abschürfungen und einer Platzwunde, die mittlerweile bestens versorgt worden war. Ihr Schildarm ruhte in einer Schlinge fest fixiert an ihrem Leibe und ihr Unterschenkel war mit einem dicken Verband umschlungen.
Als sie bemerkte, dass jenes Bein wieder unter den Fellen hervor gerutscht war, zog sie es mit ihrer nur von Kratzern verletzten Hand zurück ins Warme.

An den Felsen, an die gelehnt sie saß, spürte man die Wärme des Lagerfeuers, man konnte den Stimmen lauschen von jenen Gefährten, die dort noch ausharrten, aßen und tranken. Und wahrscheinlich hatte Skrava genau deswegen hier ausharren wollen und nicht in jenem Zelt.

So sah sie nun also zu Lorn auf und nahm die Schale mit ihrer gesunden Hand entgegen, um einen tiefen Schluck vom Wasser zu nehmen. Langsam, als schmerze das Schlucken noch zu sehr. Ihre leicht angeschwollenen Lippen und die Flecken in ihrem bleichen eingefallenen Gesicht verrieten die Schläge.
Ebenso – und auch das mochte für eine Nord seltsam sein – hatte sie keinen Met angerührt, seit sie zurück gebracht worden war. Stets nur einige Schlucke Wasser und ein wenig Nahrung.

„Ich tat, was ich geschworen hatte. Und ich wusste, dass ihr mich nicht dort lassen würdet.“
Leise und heiser spricht sie die Worte aus.
Und so tapfer sie dabei ein kleines Lächeln versucht. Die Augen verraten, dass sie die Entscheidung ohne die Sicherheit des Überlebens getroffen hat.

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Do 23 März 2017, 15:53

Lorn sah Skrava an, nickte sacht und schwieg eine ganze Weile.

" Du sitzt hier, obwohl dein Leib eher die Sprache spricht, dass er ins Zelt gehört. Stillstand und Ruhe.... ist nichts für dich, weil deine Gedanken dann kreisen?"

Noch immer sah er ihr in die Augen und fuhr leise fort: " Ich bin froh dass ihr beide noch lebend und wieder unter uns weilt.....Wie geht es dir? Keine wegwischenden Worte möchte ich hören, sag wie es dir wirklich geht. Die Schulter ist eingeränkt? Dein Oberschenkel ist versorgt? Was ist geschehen, Skrava?"

Der Nord begann ins Feuer zu sehen und beobachtete die tanzenden Flammen, denn er wusste dass es der Kriegerin leichter fallen würde auf seine Fragen einzugehen.
Er zog seine Pfeife hervor und ebenso das kleine Jutebeutelchen mit würzigem Tabak, um seine Pfeife in aller Ruhe zu stopfen. Endlich hatte er einen Augenblick Zeit, sich den inneren Wunden zu widmen. Die Verletzten waren vorerst versorgt und diese Atempause nutzte er, um für die Befreiten da zu sein. Für die anderen Krieger mochte alles mit einem Kampf vorbei sein, doch für die beiden wütete der abklingende Sturm im Innern ganz sicher nach.
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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Do 23 März 2017, 16:07

[center]- Skrava -[/center]

„Mit der Schulter und dem Oberschenkel war nichts. Francis' Wunden sind's, die du wahrscheinlich meinst“, erwiderte die Skaldin ruhig und sah Lorn an. Sogar recht lange. Besonders, als er weiter sprach. Eine ihrer Brauen hob sich leicht. Der Grund dafür allerdings, den offenbarten ihre Züge nicht so einfach.
Ihre Augen waren nicht erloschen, sie waren nur erfüllt von Erschöpfung.
Dann nickte sie kaum merklich in Richtung des Feuers.

„Ich gehöre hierher. Ob ich hier liege oder im Zelt – ich bewege mich schon nicht zuviel. Und wenn ich schon nicht mit den Kriegern würfeln kann, dann will ich ihnen wenigstens dabei zusehen, aye?“ In ihren Blick zeichnete sich für einen Moment eine gewisse Wärme, als sie zum Feuer sieht, an dem gerade tatsächlich noch drei der Kämpfer aus Jernheim sitzen. Es waren nicht die Augen einer gebrochenen Frau, wenngleich sich ein gewisser Schatten auf ihren Zügen nicht verleugnen ließ.
„Ich bin wieder bei denen, die ich mein Zuhause nenne. Und auch bei einer Handvoll an Fremden. Es geht mir also gut.“
Es klang nicht einmal nach einer Lüge.
„Und dir, Lorn? Wie geht es dir und den Anderen? Schaffen es alle?“

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Sa 25 März 2017, 02:08

Lorn fuhr sich über die müden Augen und zog an der Pfeife, um den Rauch in kleinen Wölkchen kurze Zeit später gen Feuer zu paffen.

"Jene, die es bis hierher schafften leben und werden durchkommen, wenn das Fieber sie nicht streckt.Bhrea und Jonna zeigen Spuren einer Vergiftung, doch ich hoffe dass mein Hyazinthenextrakt half. Im Moment ist es still, sie scheinen zu schlafen und ich hoffe, dass auch Thorwa sich nun ausruht."

Er lehnte sich an den großen Felsen neben Skrava und tatsächlich wärmte dieser seinen Rücken, was ihn ein leises wohliges Brummen entlockte.
" Verzeih, ich hörte von euren Wunden, denn ich wollte wissen ob es euch beiden gut geht. Vielleicht ist mein Verstand etwas verwirrt und du bist zu gut eingepackt als dass ich deine Verletzungen sehen könnte."
Jene in ihrem Gesicht sprach er nicht aus, sie waren offensichtlich und er wollte sie ganz sicher nicht demütigen. Dennoch holte er seinen Tiegel heraus und reichte ihn ihr.

"Weißkrautsalbe, wirkt bei Prellungen und Blutergüssen und stinkt auch nicht. Welche Wunden hast du davon getragen, Skrava? Ich wollte viel eher nach dir sehen, doch einer der Krieger drohte zu verbluten."

Wieder sah er ihr in die Augen und paffte, bevor er ihre Frage bantwortete.
"Ich habe nicht in erster Linie gekämpft und somit geht es mir gut. Ich wünschte nur ich könnte überall gleichzeitig sein. Und mein Starkalkohol geht zur Neige, das wird ein Problem. Hier ist weit und breit keine Stadt, auch keine Kessel oder die Zeit um welchen anzusetzen. Bald werde ich auf pure Kräutersude angewiesen sein um Wunden zu reinigen. Doch auch diese werden zur Neige gehen und ich habe nicht die Zeit, um unter dem Schnee nach Pflanzen und Moose zu suchen."

Seine Worte klingen sachlich und weniger von jammernder Natur. Wieder sieht er Skrava genauer an, wie es eben einem Heiler zu eigen ist.
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Melyssra

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   So 26 März 2017, 15:28

Kurz zeichnete sich eine Silouette in der Ferne ab, ehe diese näher zu treten begann.
Es war Jonna, die aus der Richtung der Zelte trat, welche für die vielen Verwundeten aus der Schlacht und den kleinen Kämpfen zuvor errichtet worden waren. Die Schildmaid hatte ihre Rüstung für den Moment tatsächlich abgelegt und sich stattdessen in eine dicke Schicht aus Kleidung und Fellen gehüllt - ein dickes weißes Bärenfell schlang sich um ihre Schultern und wärmte ihren Rücken, während die Kleidung aus Fellen ihren Leib wärmte.

Warum sie sich in jenem Moment zu den Zelten begeben hatte? Ungewiss. Vielleicht war es ihre Mutter, die sie zu sich gerufen hatte, um über die vergangenen Ereignisse zu sprechen. Die Kämpfe, die Rettung, die gefallenen Krieger ... sie mussten geehrt werden, für das Opfer das sie erbracht hatten - doch jetzt hatten die Lebenden vorrang vor den Toten.
Oder hatte sie ihre Verletzungen untersuchen lassen? Zugeben würde sie es gewiss nicht ... vielleicht passte es, dass sie gerade in einem Moment in dem wenige Augen sie erblicken konnten, diese Chance ergriff.

Nun was immer sie in die Richtung der Zelte geführt haben mochte, es schien vollbracht zu sein. Denn Jonna trat mit einem Becher in der Hand zu eben jenem Felsen an dem Skrava verweilte - weder machte sie an dem Feuer halt, um sich zu den anderen Kriegern zu gesellen und zu lachen, noch begab sie sich zu den Schlafplätzen.

Als sie schließlich hinter dem Felsen zum stehen kam, bettete sie ihre Hand auf ihn und blickte über ihn hinweg, Lorn einen kurzen Augenblick musternd - dann trat sie vor um sich neben Skrava niederzulassen.

Ihr Blick fiel zuerst auf Lorn, nickte diesem knapp zu. "Lorn." sprach sie schlicht, ohne irgendwelche Gefühle in ihrer Stimme mitschwingen zu lassen, dann wandte sie ihren Blick auch schon Skrava zu. "Ich habe es hinter mich gebracht." sprach die Schildmaid zu Skrava, diesesmal etwas leiser und die Wärme, welche von dem Felsen in ihrem Rücken ausging, schien sich mit den Fellen um sie herum zu vereinen und lockerten ihre zuvor angespannten Gesichtszüge für den Moment auf.

Die Worte Lorns schien sie nicht vernommen zu haben, vielmehr trat sie in genau jenem Moment zu den Beiden, als seine Worte gerade verklungen waren. So hob sie ihre Hand, um das Bärenfell über Skravas Schultern zu betten und ihr so etwas mehr Wärme als nur jene die vom Stein ausging, zuteil werden zu lassen. Der Blick war stets auf ihre Kampfgefährtin gelegt, doch schien sie auch den anderen Nord wahrzunehmen und flüchtig zu mustern.


Zuletzt von Jonna Felsaxt am Do 30 März 2017, 13:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mo 27 März 2017, 16:48

[center]- Skrava -[/center]

„Es gibt nichts zu verzeihen, Lorn.“
Ihre Lippen formten ein angedeutetes Lächeln. In ihrem Blick regte sich nichts, trotzdem mochte das Lächeln ehrlicher Natur sein, denn weder Argwohn noch irgendeine Bösartigkeit schlugen dem Nordmann entgegen. Wahrscheinlich versuchte sie nur, ihre Worte zu unterstreichen.
„Weißkrautsalbe klingt gut. Klingt fast nach dem, was die alte Astrid immer auf meine Wunden verrieb. Nur hat das widerlich gestunken.“ Die Erinnerung weckte kurz ein Funkeln in ihrem Blick und sie atmet eine Spur tiefer ein und aus, als sie sich aufrichtete. Das Fell hob sie für einen Moment an, damit Lorn den fest an ihrem Körper fixierten Arm erkennen konnte.

„Ein gebrochener Arm. Das Bein ist ebenfalls leicht verletzt, aber nicht so schwer, dass ich nicht noch darauf stehen könnte. Ansonsten bin ich nur sehr müde, schlafe immer wieder ein … und trinke das, was mir gegen die Schmerzen gegeben wird. Mein Kopf fühlt sich gleichzeitig viel zu leicht an und viel zu schwer, wenn ich müde werde.“
Sie sah noch einmal zu Lorn und blinzelte einmal, um sich klare Sicht zu verschaffen.
„Thorwa hatte einige Vorräte aus Jernheim mit hergeschafft. Aber wahrscheinlich werden sie ebenso zur Neige gehen. Vielleicht können wir auf dem Rückweg in einem der Dörfer um Hilfe bitten. Es gäbe eine Handvoll, die nur ein leichter Umweg wären. Wenn ich mich recht erinnere.“
Leicht runzelte sie die Stirn, als wüsste sie es wirklich nicht ganz so sicher. Es mochte an ihrem schwammigen Kopf liegen oder aber an der Müdigkeit, vielleicht auch daran, dass sie schlecht in derlei Dingen war.
„Du kannst nicht für alle gleichzeitig da sein. Aber ich sehe, dass du es versuchst. Und du schlägst dich nicht schlecht darinnen, zumindest, so sehr ich das sehen kann von hier, aye? Und wenn eure ganzen Heilkräuter mich wach bleiben lassen lang genug.“
Ihre Stimme wurde etwas langsamer, aber sie brachte die Sätze zuende, legte sogar ihre rechte Hand kurz auf Lorns Schulter.

Und dann näherte sich Jonna, was Skrava ihren Kopf heben ließ. Wieder lächelte sie schwach und lehnte sich ein paar Momente später in das weiche Fell und in die Wärme der Waffenschwester hinein.
Beides schien ihr gut zu tun.
„Lorn beherrscht eine Salbe gegen Prellungen und Blutergüsse, die nicht stinkt wie die der alten Astrid, Jonna ...wir sollten ihn lange in Jernheim behalten, wenn wir erst zurück gekehrt sind.“

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mo 27 März 2017, 21:29

Lorn nickte langsam und besah sich den gutgeschienten Verband Skravas. Thorwa hatte auch hier ganze Arbeit verrichtet und der Nord war froh, dass beide Hand in Hand arbeiteten.

"Danke für deine Worte Skrava. Es ist Kynes Segen dass Thorwa solch eine gute Heilerin ist und wir uns ergänzen können. Sie war ebenso emsig und unermütlich."

Er besah sich nach den Schilderungen der heldenhaften Kriegerin ihr Haupt näher an und brummte leise.
"Deine Benommenheit und Missempfinden kommt von deinen Kopfwunden. Musst du dich übergeben?"
Der Nord musterte die genähten Platzwunden, die jedoch normale Schwellungen aufwiesen, was ihn erneut beruhigt nicken ließ.

"Keine Blutansammlung unter den Nähten, ein gutes Zeichen, dennoch hast du Glück gehabt dass deine Schädelknochen nicht geborsten sind. Trinke viel, ich werde dir einen Kräutersud kochen, der wird dir zur inneren Ruhe verhelfen und den Schwindel dämpfen. Dein Leib braucht dringend Schlaf."

So sprach er und nahm die Hand Skravas auf seiner Schulter wahr, kurz aber doch vielsprechend und Lorn neigte ehrend und dankend sein Haupt. Auch erhellten sich seine Züge, denn die Aussicht auf neuen Alkohol aus den verstreuten Dörfern war mehr als er erhoffen konnte.

Die Schritte Jonnas kamen näher und als die Nord grüßte, so nickte Lorn ihr ebenso ehrend zu und machte etwas Platz für sie. "Jonna."
Er wartete bis die beiden Frauen sich wärmend aneinander setzten und musterte nicht aufdringlich Skravas Waffenschwester.
" Wie geht es dir? Kein Schwindel mehr, wie ich sehe hat die fortwährende Einnahme des Hyazithenextrakts ausreichend gewirkt. Oder trügt der Schein?"
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Melyssra

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Sa 01 Apr 2017, 17:38

Das Fell legte sie um Skravas Rücken, zog dieses ein wenig fest um ihr somit die Wärme zu gewähren, ohne es verrücken zu müssen, so wurden die beiden Waffenschwestern nun gemeinsam von eben jenem Bärenfell gewärmt. Den Arm legte Jonna um die rechte Skravas, jener Arm der im vergleich zu ihrem Linken noch ohne Bruch davongekommen war.

Ihre Brauen hoben sich, als Skrava ihre Worte sprach und für einen kurzen Moment sah sie aus, als hätte man ihr gerade eine alte Legende erzählt. Kurz blickte sie an Skrava vorbei um Lorn zu mustern, jenen Nord der es vollbracht haben sollte, eine Salbe gegen Blutergüsse herzustellen die nicht stinkt. Offenbar hatte Jonna schon oft das Vergnügen gehabt jene Salbe der alten Astrid auf ihren Wunden zu verteilen, ansonsten würde sie wohl weniger erstaunt blicken.

"Wenn er tatsächlich so eine Salbe beherrscht ... dann 'müssen' wir ihn lange in Jernheim behalten, obwohl es Astrid sicher nicht gefallen wird, wenn niemand mehr nach ihren Salben fragt, mrh?" Ein kurzes wärmendes Lächeln formte sich in den Zügen der Schildmaid während sie diese Worte sprach. Daraufhin wandte sie ihren Blick, der aufgrund der Worte Lorns nunmehr ein wenig ernster wirkte, gen eben jenem Nord und nickte ihm knapp zu.

"In der ersten Nacht hat sich das Gift der Goblins noch bemerkbar machen können, doch eure Medizin hat gewirkt. Mir geht es weitaus besser, als den anderen Verwundeten, die mehr von dem Gift abbekommen haben, oder sonst wie verletzt wurden. Um mich müsst ihr euch keine Sorgen mehr machen, das wird schon."

Die Worte sprach sie rasch und beendete sie mit einem langsamen Nicken, sie wirkte durchaus entschlossen was ihr Wohlergehen anbelangte. Entweder war sie zu stolz um ihren Zustand - so er denn beeinträchtigt war - zu offenbaren, oder sie hielt ihre Wunden für so gering, dass es nicht wert war darüber zu sprechen und wer könnte es ihr verdenken, immerhin gab es jene, die deutlich mehr erlitten haben als sie.

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[center]Ehre mehr als Ruhm.“[/center]
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Janda

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   So 02 Apr 2017, 10:46

Hatte sie der Schlaf nun doch übermannt.
Eigentlich wollte Janda noch lange wach liegen, und sich ihrem Gram über ihre eigene Dummheit, Bhrea und der ganzen Welt hingeben. Letztlich war der Körper nicht so willens, wie der Geist. Sie hatte am vorigen Tag nach einigen Stunden des Grämens noch die ersten Strahlen des Morgengrauens wahrgenommen, kurz nachdem die Reisegruppe zu Skravas Rettung aufgebrochen war, ehe der erschöpfte Körper endgültig nachgab.

Mit einem seufzenden Ächzen erwachte das Nordweib langsam aus ihrem tiefen Schlaf. Das freie Auge blinzelte träge dem Tageslicht entgegen, wurde aber sogleich wieder zugekniffen. Erneut traute sich die graue Iris hinter dem Augenlid hervor, und brauchte einen Moment um sich an die Helligkeit zu gewöhnen.
Die Steifigkeit in Jandas Gliedern ließen das Nordweib ächzend aufkeuchen. Sie fühlte sich zermartert, als hätte sie den ganzen Tag verschlafen (was im Grunde ja auch stimmte).
Eine leichte Bewegung in ihren Haaren, ließ ihr Auge suchend umher huschen. Es war im Moment besser, die Ursache zu lokalisieren, als zu viele unnötige schmerzhafte Bewegungen zu machen.
Da blieb ihr Blick an Thorwa hafte, die an ihrer Seite saß und durch ihre Haare streichelte.
Scheinbar schossen Janda gerade hunderte Fragen durch den Kopf, aber sprechen und sich gegen die Behandlung zu wären, erschienen im Augenblick einfach zu anstrengend, also entspannte sie sich wieder und blickte mit ausdrucklosem Auge an die Zeltdecke.

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Lorn Ehrenhand

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   So 02 Apr 2017, 14:27

Lorns Mundwinkel zogen sich leicht zuckend in die Höhe und er neigte seinen rauen Schädel.

"Das sind gute Neuigkeiten und was schwerer Verwundeten betrifft, so werden sie genesen. Möge Kyne sämtliche Gliemaßen wieder mit Stärke und Brauchbarkeit segnen."

Er sah dabei nihct stellvertretend Skrava an, denn das wäre einer Bloßstellung gleichgekommen, also verfing sich sein Blick wieder in den knisternden Flammen des Lagerfeuers.
Einen Augenblick später sah er wieder zu den Nordweibern und schmunzelte kurz.

"Eure Astrid ist ganz sicher eine sehr gute Heilerin und ihre Salben und Künste würde ich gern einmal kennenlernen. Vielleicht bleibe ich wirklich eine kleine Weile, so man mich lässt. Ich mag die Treue, die ich hier erleben konnte und ebenso die Umsichtigkeit und Stärke jener die voran gingen. jernheim ist ein wehrhafter Haufen mit der Ehre eines Wolfsrudels."

Der Nord nahm etwas Schnee in seine Hand und ließ ihn zwischen seinen Fingern schmelzen, ruhig die Tropfen beobachtend.
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Die Bärin

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mo 03 Apr 2017, 12:31

[center]- Skrava -[/center]

Die Kriegerskaldin lauschte den Worten, die gesprochen wurden, auch wenn sich ihre Augenlider immer wieder bedeutend langsam schlossen und wieder öffneten. Ohne jeden Zweifel war sie bis ins Mark erschöpft und konnte froh sein um den Halt und die Wärme des andren Leibes, der nahe an ihrem saß.
Lorn konnte erkennen, dass es nicht das erste Mal sein konnte, dass die Waffenschwestern einander stützten oder sich umeinander scherten. Der Umgang war zu vertraut und all die kleinen Gesten wirkten zu selbstverständlich, um auf etwas anderes zu schließen. Leise schnaufend atmete die Huskarl des Thanen von Jernheim aus.

„Ich habe mich mehrfach übergeben, aye. Im Lager der Orks. Und auch hier, als ich die erste Suppe bekommen habe. Wahrscheinlich war der Schluck Met dazu der Fehler.“ Ihren rechten Mundwinkel hob sie empor und wollte wohl ein Lächeln andeuten, das allerdings vollkommen freudlos daher kam. Mit ihrer Hand zog sie das Fell um sich etwas fester, als fröre sie. Ihre Finger krallten sich ein wenig zu fest hinein.
„Ich verschlafe schon so viele Stunden, die ich wieder bei euch bin“, murmelte sie dann. Regte sich etwa Widerstand dagegen in ihr? Das wurde nicht ganz klar. In jedem Falle aber schien es sie nicht glücklich zu stimmen. „Was bewirkt dieser Sud genauer?“




[center]- Thorwa -[/center]

Innerhalb des Zeltes vergingen einige Augenblicke, bis die Heilerin, die tief in Gedanken versunken war, überhaupt bemerkte, dass Janda erwachte. Nicht einmal das Aufkeuchen hatte sie aus dem Nachdenken gerissen. Erst nachwirkend wurde sie sich dessen bewusst und zog ihre fein tätowierten Finger langsam ein Stück weit zurück. Nicht vollständig, aber weit genug, dass Janda sie nicht allzu sehr spürte.

„Möchtest du etwas essen? Oder etwas trinken?“
Ihre Stimme klang noch immer ein wenig rau, als wälzte sich die Wut über die vergangenen Stunden noch in ihrem Innersten. Nicht, dass sie es an Janda auslassen wollte, aber sie konnte eben auch nicht aus ihrer Haut.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mo 03 Apr 2017, 23:00

In der Zeit, während Janda halb dösend da lag, genoss sie innerlich die sanfte Berührung zur Abwechslung. Auch wenn sie von der Frau kam, die sie noch bei der letzten Begegnung mit der Hand an der Kehle ins Lager zurück gedrückt hatte.
Auch wenn sie Thorwa für diese Unterwerfung hasste, obwohl sie vermutlich aus Absicht zu ihrem eigenen Besten getan wurde, hasste sich die Berserkerin selbst noch mehr dafür, dass sie sich erst in die schwache Position gedrängt hatte.
Vermutlich war dies, und die Tatsache, dass die Heilerin die ganze Zeit über sie gewacht hatte, der Grund warum Janda die Zuneigung stumm willkommen hieß.

Aus der rauen Stimme der Heilerin, hörte Janda den Vorwurf über die letzte Begegnung heraus. Eigentlich wollte sie am liebsten der Frau keine weiteren Zugeständnisse geben, musste aber zugeben, dass ihr Mund trocken wie Pergament war.
Es folgte ein leichtes Nicken und eine heisere Bitte nach "Wasser".

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mo 03 Apr 2017, 23:30

[center]- Thorwa -[/center]

„Ich hol' dir was.“
Nur diesen Satz erwiderte sie und richtete sich dann auf, um in ihrer weichen und warmen Robe in Richtung der Planen am Eingang des notdürftigen Zeltes zu treten und dort Wasser aus einem ledernen Schlauch in einen Becher zu gießen. In jeder Regung lag unterdrückte Wut, doch etwas verriet, dass es nicht an Janda lag, in keinster Weise. Und kaum, dass sie etwas zu tun hatte, legte sich dieser wild brennende Zorn, der sich regelrecht aus ihr fressen wollte, zur Ruhe. Zumindest für den Augenblick, da sie … ja, da sie gebraucht wurde.
Und dann stellte sie den Wasserbecher ab und zog aus einer kleinen Tasche an ihrem Gürtel tatsächlich einen Apfel hervor, der schon einige braune Flecken aufwies. Trotzdem fing sie an ihn zu schneiden. Kleine Stücke, die Janda gut würde zu sich nehmen können. Gar ein paar wenige Tropfen Honig aus einem winzigen Glas gab sie über die Apfelstücke, ehe sie zurückkehrte zu der Liegenden.

Sanft schob sie ihre Hand in rötliche Haar, auf den Hinterkopf, um diesen etwas anzuheben. Ihren Arm gewährte sie ebenfalls, damit die Berserkerin sich anlehnen konnte.
Hernach hob sie den halb befüllten Becher an die Lippen Jandas, um ihn loszulassen, wenn die Verwundete selbst danach greifen wollte.
„Wie geht es dir?“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Mo 03 Apr 2017, 23:57

Ausdruckslos blickte Janda Thorwa hinterher, während diese ihr Trank und Essen bereitete.
Sie überlegte ob sie Dank aussprechen sollte, für die Fürsorge, aber verwarf diesen Gedanken wieder. Wozu brauchte eine verdammte Seele noch Dankesbekundungen aussprechen.
Als die Heilerin wieder zurück kam, und Janda vorsichtig aufbettete, schob Janda das warme Fell etwas bei Seite, um die erfrischende Nordluft an ihren Körper zu lassen. Zu lange hatte sie unter dem stickigen Bärenfell gelegen.
Die Berserkerin bemühte sich mit eigenen Kräften aufzulehnen, was ihr schmerzerfülltes Grunzen entlockte. Darum krallte sie sich etwas haltsuchend an Thorwas Arm fest, und hob die andere Hand leicht zittrig zum Becher, der bereits zu ihren Lippen geführt wurde. Mit schwachem Griff umschloss ihre Hand die Hälfte des Bechers und Thorwas Hand, während sie gierig trank. Vermutlich würde der Becher sofort aus ihrer Hand gleiten, wenn Thorwa diesen loslassen würde, aber dennoch wollte sie sich nicht pflegen lassen wie eine todgeweihte.
Zunächst war das kalte Wasser beinahe schon unangenehm, als es durch die staubtrockene Kehle spülte. Nach zwei Schlücken jedoch gewöhnte sich der Rachen an das erfrischende Gefühl. Einige Rinnsale rannen ihr dabei an den Mundwinkel entlang, um von Kinn auf die bandagierte Brust zu tropfen, während sie gierig weiter schluckte. Das schmerzende Stechen an ihrem rechten Mundwinkel ignorierte sie in diesem Moment völlig.
Schnaufend zog sie ihren Kopf zurück, als der erste Becher sich dem Ende neigte, und lehnte sich erleichtert gegen Thorwas Arm.
"Ich lebe..." stellte sie nüchtern fest. Keine Freude oder Erleichterung ob dieser Tatsache schwang in ihrer Stimme mit.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 00:09

[center]- Thorwa -[/center]

Es schmerzte sie, die Kriegerin so zu sehen.
Aber das sprach Thorwa nicht aus. Es schmerzte jedes Mal, eines der tapferen Weiber so gebrochen zu sehen. Sie empfand Mitgefühl für die Pein, die Janda durchlodern musste.
'Dein Herz ist zu weich …' Die gute alte Astrid hatte es schon immer gesagt, aber in solchen Momenten musste sich Thorwa eingestehen, dass ihre Großmutter einfach recht hatte damit, denn am liebsten hätte sie der Kriegerin gerade alles abgenommen. Mit einem tiefen und vorsichtigen Atemzug schob sie sich ganz langsam hinter Janda, so dass ihr halber Körper eine Rückenlehne darstellte und sie ihren Arm schützend und haltend um die Berserkerin legen konnte. Behutsam. Und niemals so wirkend, als bräuchte das Weib es wirklich.

„Du bist sehr lebendig, aye“, erwiderte Thorwa leise und ihre Mundwinkel formten ein Lächeln, das sogar ihre Augen erreichte. Mit ihren tätowierten Fingern streichelte sie noch einmal durch Jandas Haar und fing an, dieses ein wenig zu durchkämmen. Kurz überlegte sie gar, es frisch zu flechten, damit sich die einzelnen Strähnen nicht noch mehr verfilzten.

„Ich bin froh, dass du so lebendig bist. Als ich dich das erste Mal sah, dachte ich nicht, dass es so gut ausgehen würde. Deine Wunden sahen schlimm aus.“
Sie schmunzelte.
„Legendär schlimm.“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 00:23

Während sich Janda mit dem Oberkörper an Thorwa anlehnte und wieder zu Atem kam, ließ sie den Kopf auf die Brust sinken, und betrachtete ihren "gebrochenen" Körper. Die Verletzungen verheilten in der Tat gut, was nicht zuletzt an den fähigen Heilern liegen musste.
Dennoch wiegte der Schmerz unter dem robusten Körper tiefer.
Willenlos so schien es, ließ sie Thorwa durch ihre Haare streichen. Was hatte es noch für einen Sinn dagegen zu wehren. Ihre Seele war verdammt, nun wo sie ihr Wort nicht halten könnte, was sollte sie noch mit ihrem nun wertlosen Stolz anfangen.

"Aye...legendär schlimm..." murmelte sie halblaut mit geschlossenen Augen, und ließ die ersten Tränen über ihre Nasenspitze laufen. Sie ließ die Tränen einfach stumm gewähren, stählte aber ihren Körper dagegen aufzubeben dabei. Ebenfalls hielt sie ihren Kopf so, dass sie die verräterischen Tränen hinter einem Vorhang aus filzigen und fettigen Haaren verborgen blieben.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 00:36

[center]- Thorwa -[/center]

„Das war keine Beleidigung ...“, raunte Thorwa leise. Die Heilerin hatte wohl gehofft, sie könnte Janda mit diesen Worten irgendwie aufheitern … oder ihr versichern, dass sie keine Schwäche in ihrem Zustand sah. Das war ihr wohl nicht gelungen.
Und dann spürte sie dieses kaum merkliche Erbeben, sah den geneigten Kopf. Leise knirschte sie mit den Zähnen und reagierte im ersten Moment gar nicht. Sie war sich unschlüssig darüber, was sie jetzt tun sollte. Was wäre wohl richtig?

Mit einem tiefen Atemzug entschied sich Thorwa dann zu handeln. Die feinen Knotenmuster, die in ihre Finger tätowiert worden waren, wanden sich schier lebendig unter ihrer Haut, als sie eines der Apfelstücke nahm und es empor zu Janda führen wollte.
„Iss hiervon, es wird dir ...“
Sie verstummte, als sie eine Träne warm auf ihre Hand tropfen spürte. Schweigend legte sie die Hand an das Haar von Janda und zog deren Kopf an ihre Schulter, wenn sie es denn zuließe.
Wer konnte das schon bei diesem Weib sagen, nicht wahr?

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 00:45

Allem Anschein nach, hatten ihre Tränen sie nun doch verraten.

Innerlich wehrte sich das Nordweib gegen die zärtliche Behandlung. Sie wollte sich aufbäumen und kein Anzeichen der Schwäche preis geben. Vermutlich hätte ihr verletzter Körper dies auch geschafft, aber diesmal war es der Geist der nachgab.

Verzweifelt ließ sie ihren Kopf auf Thorwas Schulter betten und krallte mit der gesunden Hand sich in die Seite der Heilerin. Heiße Tränen der Hoffnungslosigkeit rannen ihr in die Haare, die wirsch in ihrem Gesicht hingen. Mehr und mehr gab der Körper nach und das Beben wurde deutlich sichtbar, während leise Schluchzer der geschwächten Berserkerin entglitten.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 10:57

[center]- Thorwa -[/center]

Dieses Mal sagte die Heilerin einfach gar nichts, sondern versicherte sich nur dessen, dass die Abdeckung über der Gesichtswunde noch fest dort ruhte, wo sie ruhen sollte. Mit behutsamen Berührungen streifte sie die Haarsträhnen fort und fing einige der Tränen ab mit ihren Fingern, ehe sie auch nur in die Nähe der Wunde fließen konnten.
Thorwa fragte sich, was wohl im Innersten der Kriegerin vor sich gehen musste. Aye, sie konnte sich eine ganze Menge vorstellen! Aber wirklich darum wissen, nein, das entzog sich ihr. So war sie einfach nur da, blieb vorerst still und bot den Halt ihres Körpers an, um Janda damit irgendeine Sicherheit zu geben.

Einige Momente später schob sie ihre Hand in das rötliche Haar der Berserkerin und kraulte über deren Kopfhaut. Das Weib hatte zuvor nicht darüber geschimpft, also mochte es ihr angenehm sein. Ihr Haupt lehnte sie auf den Scheitel der Weinenden und ließ ihre linke Hand nahe der verletzten Wange ruhen, so dass sie das verheulte Antlitz beinahe vollständig vor der Welt verbarg.
So verging die Zeit. Wie viel, das hätte Thorwa nicht sagen können.
Aber dann fragte sie irgendwann: „Was ist mit dir?“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 18:06

[i]Was tust du da? Weinst du wie ein kleines Mädchen?
Klammerst dich an die Frau, die dich gestern noch unterworfen hat und sabberst ihr heulend die Schulter voll?[/i]

Fester krallte sich die Hand der Berserkerin in die Seite der Heilerin und drückte sie enger an sich.

[i]Stoß sie fort, und zeige woraus eine Sturmreiter gemacht ist! Zeig deine Stärke, dein Zorn, deine Herkunft![/i]

Der ganze Körper erbebte vor zorniger Trauer, während sie innerlich mit sich kämpfte. Worum war ihr selbst schleierhaft.

[i]Du bist schwach! Du hast versagt dein Wort zu halten! Liegst hier rum, wegen ein paar Kratzern...und nun heulst du wie ein kleines wehrloses Mädchen![/i]

Keuchend schluchzte Janda nun auf und drückte ihr Gesicht (mit der gesunden Gesichtshälfte) fest gegen Thorwas Schulter, während Tränen und Speichel unkontrolliert hinab flossen.

Sehr viel Zeit verging bis ein Teil Jandas den innerlichen Kampf gewonnen hatte, und der Körper langsam erschöpft zur Ruhe kam. Sie schniefte und wischte sich einige verrotzte Strähnen aus dem Gesicht, während sie sich wieder etwas auflehnte. Ein Anflug von Scham über das gerade Geschehen huschte über ihre Gesichtshälfte.
"Ich...ich..." sie schluckte und presste die Lippen aufeinander, um eine Antwort zu suchen. Diese war sie Thorwa schuldig.

Doch dann verhärtete sich das Gesicht des Nordweibes wieder und sie schüttelte nur leicht den Kopf, während sie die letzten Spuren ihres Weinanfalles aus dem Gesicht beseitigte

Anschließend lehnte sie sich etwas auf, und machte sich mühsam daran aufzustehen. "Ich will...mich bewegen!" knurrte sie schmerzerfüllt, während sie sich hoch mühte.

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 18:18

[center]- Thorwa -[/center]

„... um draußen jeden deine geröteten Augen sehen zu lassen?
Vor mir ist es jetzt ohnehin passiert, Janda, und das wird keiner erfahren.“
Leise nur erklang die Stimme der Heilerin. Weder schien sie beleidigt, noch tief getroffen oder aber unsicher. Im Gegenteil, ihre Augen blitzten sogar fast schon herausfordernd zu ihrem Gegenüber empor, als sie tief ausschnaufte.
„Ich weiß nicht, was so stark daran sein soll, immer von Zusammenhalt zu sprechen als Krieger und dafür zu kämpfen, dann aber alles mit sich allein ausmachen zu müssen. Ich habe deine Tränen und deine Wunden gesehen. Also hör auf damit, dich dafür zu schämen. Ihr Krieger scheint so unfassbare Angst vor den eignen Gefühlen zu haben.“

Ihre Hände versuchten Janda davon abzuhalten, wieder einmal allzu rasch aufzustehen. Ruckartige Bewegungen verursachten nur unnötige Schmerzen und … Schäden. Das wollte sie schlichtweg verhindern. Vielleicht aber wollte sie Janda auch vor weiteren „Demütigungen“ wie einem Zusammenzucken bewahren.
„Grade diese Gefühle sorgen dafür, dass ihr nicht so werdet, wie das, was ihr bekämpft.“
Eindringlich raunte sie es und durchbohrte das Weib mit ihrem Blick, als ihre Gesichter voreinander ausharrten.
„Abgesehen davon schneide ich dir nicht einen Apfel, opfere Honig und dann lässt du ihn liegen!“

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 22:30

"Ich habe keine Angst!" platzte es aus Janda reflexartig heraus.
Den herausfordernden Blick Thorwas ergriff sie mit entschlossenen flammenden Augen. Jegliche Schwäche von vorhin scheint aus dem Blick verbannt worden zu sein.

Dennoch ergriff sie Thorwas Arm, und stützte einen Großteil ihres Gewichtes darauf, als sie sich mühsam unter gequältem Ächzen wieder auf die Beine zwang. Sie brauchte eine Weile, um ihre wackeligen Beine an die Last zu gewöhnen. In dieser Zeit stützte sie sich auf der Schulter der Heilerin ab, und blickte nachdenklich auf den Boden, während Thorwas Worte langsam zu ihr durch drangen.
Sie bereute es scheinbar die Heilerin angegangen zu sein. Immerhin hatte diese von sich aus versprochen, Jandas schwachen Moment als Geheimnis zu bewahren.
"Ich will nicht undankbar erscheinen." sagte die Nordfrau schließlich versöhnlich. "Danke...für alles."
Dann fiel ihr schlagartig ein, dass sie tatsächlich seit Tagen nichts mehr gegessen hatte.
"Ich werde gleich etwas essen, aber ich will einfach nicht weiter herumliegen, wie ein nutzloses Stück Fleisch."

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BeitragThema: Re: [Foren-Rollenspiel] Ein Lager am Pass II   Di 04 Apr 2017, 22:43

[center]- Thorwa -[/center]

„Keine Angst vor Feinden, das mag wahr sein. Aber das habe ich auch nicht gesagt“, knurrte Thorwa und erwiderte den Blick Jandas mit einer erstaunlichen Furchtlosigkeit. Was auch immer der Zorn der Berserkerin ihr androhen mochte, sie fürchtete scheinbar nicht einmal die Faust des Nordweibes. Wenn es denn Zorn war … und wenn die Faust bei den Verletzungen, die Janda davon getragen hatte, überhaupt treffen würde.
Als Janda dann nach ihrem Arm griff, da ächzte auch die Heilerin überrascht auf. Im ersten Moment traf sie das Gewicht unerwartet, dann aber bot sie den Widerstand, auf den die Verwundete wahrscheinlich gehofft hatte. Unter der Wollrobe des jungen Weibes aus Jernheim verbarg sich scheinbar eine gewisse Kraft, die man wahrscheinlich nicht vermutet hätte. Gar die Braue hob Thorwa herausfordernd, als sie die Aufstehende mit empor wuchtete.

„Du bist nicht undankbar. Du bist starrsinnig, verwundet und erträgst es nicht, dass du deinen Eid nicht so erfüllen kannst, wie du es in deinen Augen solltest“, entgegnete Thorwa Janda mit ruhiger, aber auch entschlossener Stimmlage, „Aber je mehr du dich jetzt gegen die Ruhe auflehnst, umso längst hast du etwas von deinen Verletzungen. Ich gebe mein Bestes, damit es möglichst schnell wieder gut ist. Aber wenn du die Wunden immer wieder aufreißen willst durch deine Bewegungen, können wir das Spiel noch wochenlang weiter treiben.“
Tief atmete sie aus und zog dann einen notdürftigen Hocker heran.
„Setz dich. Ich wasche dir dein Haar und flechte es. Und du isst dabei. Du wirst mir nicht meine Ehre nehmen und deine zum Gespött machen, indem du aussiehst wie ein altes Mammut, dessen Fell schon halb verwest ist, aye?“

Ihre Augen blitzten auf.
„Und nein, Janda, das war keine Bitte.“

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